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Höhepunkte 2016

Anhaltische Philharmonie

Anhaltische Philharmonie Dessau
© Claudia Heysel



Sinfoniekonzert im
Anhaltischen Theater Dessau

Spielerisches Können
Sinfoniekonzert der
Anhaltischen Philharmonie Dessau


Erik Satie: Jack in the Box
(Orchesterfassung von Darius Milhaud)
Kurt Weill: Konzert für Violine und Blasorchester, op. 12
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 385 "Haffner-Sinfonie"
Ernst Krenek: Potpourri, op. 54

Dirigent & Violine: Ernst Kovacic
Anhaltische Philharmonie Dessau

Die Londoner Sunday Times schreibt über Ernst Kovacic "Er ist einer der schöpferischsten und vollendetsten Geiger der Welt". Und was in dieser Huldigung dem Solisten gilt, werden die Besucher der Konzerte der Anhaltischen Philharmonie auch mit dem Dirigenten Ernst Kovacic erleben, denn mit Werken von Mozart bis Satie, von Krenek und Weill stellt der Artist-in-Residence an diesem Abend neben seinem Können auch seine Vielseitigkeit unter Beweis. Und lässt einen Blick auf seinen Humor zu, denn wer ein Werk wie Erik Saties humorvolle Miniatur über den Clown Jack in einem Sinfoniekonzert auf das Programm setzt, dem liegt offensichtlich das hintersinnige Geschichtenerzählen näher als der hin und wieder allzu ernste Klassikbetrieb. Darius Milhaud orchestriert das Klavierstück von Satie und legt damit bereits eine erste Spur zu Kurt Weill, waren Weill und Milhaud doch freundschaftlich verbunden.
Es ist ein besonderes Festspielglück, dass mit der Anhaltischen Philharmonie Dessau nicht nur einer der seit Jahren wichtigsten Festspielpartner das Konzert für Violine und Blasorchester von Kurt Weill präsentiert, sondern vielmehr das Orchester bereits an der deutschen Erstaufführung im Oktober 1925 beteiligt war.
Zurück führt die musikalische Reise dann zu Wolfgang Amadeus Mozart, den Kurt Weill in besonderer Weise verehrte. Wenn also bei "Krenek, Weill & Die Moderne" dem Festspielbesucher neben dem Paar Krenek und Schubert auch die Verbindung von Weill und Mozart begegnet, so ist das kein Zufall. So stellte sich in erheblichem Ausmaß Vorfreude darauf ein, dass neben dem Klassiker von Weill mit der Haffner-Sinfonie eines der meistgespielten Werke von Mozart erklingen würde.
Das Potpourri von Ernst Krenek schloss den Abend heiter mit einer Hommage an Jonny spielt auf, der wohl erfolgreichsten Oper der Zwanziger Jahre. In Leipzig 1927 uraufgeführt, kommt das experimentelle Werk, das die Klänge der Tanzcafés und "Jazz"-Etablissements mit moderner klassischer Musik verbindet, in den letzten Jahren wieder öfter auf die Bühne.










© Roßdeutscher & Bartel GbR, Leipzig, 2017