Ausstellung
Kurt Weill Zentrum im
Haus Feininger/Moholy-Nagy



Ausstellung
Kurt Weill Zentrum im
Haus Feininger/Moholy-Nagy



Ausstellung
Kurt Weill Zentrum im
Haus Feininger/Moholy-Nagy



Doppelhaus Feininger/Moholy-Nagy


Das Kurt Weill Zentrum befindet sich in dem 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius erbauten "Meisterhaus Feininger", welches zum UNESCO Welterbe zählt; seit Mai 2014 erweitert die anschließende Haushälfte des "Meisterhaus Moholy-Nagy" zum Doppelhaus. Zwischen 1926 und 1932 lebte der Bauhausmeister Lyonel Feininger mit seiner Familie in diesem einzigartigen Gebäude, das zum UNESCO-Welterbe zählt. Der Bauhausmeister László Moholy-Nagy bewohnte mit seiner ersten Frau

Haus Feininger

Der Maler Lyonel Feininger wurde am 17. Juli 1871 in New York geboren und ging 1887 nach Europa, um Zeichnen und Malen zu studieren. Mit dem Bauhaus kam er 1919 in Kontakt, als ihn Walter Gropius in den "Meisterrat" des Bauhauses in Weimar berief. Dort leitete er die Druckwerkstatt. 1926 übersiedelte Feininger mit dem Bauhaus nach Dessau, wo er als "Meister" ohne Lehrverpflichtung bis 1932 lebte. Nach Schließung des Bauhauses in Dessau 1932 zog er mit seiner Familie nach Berlin. 1937 verlässt er Deutschland und kehrt nach New York zurück, wo er am 15. Januar 1956 stirbt. Lyonel Feininger und Kurt Weill sind sich vermutlich nie begegnet, auch wenn sie einige gleiche Lebensstationen (Dessau, Berlin und New York) aufweisen können. Wie Lyonel Feininger war auch Kurt Weill Mitglied in der so genannten Novembergruppe, eine große Künstlervereinigung, die sich nach dem Ersten Weltkrieg gründete. Lyonel Feininger war sehr Musik interessiert und spielte selbst Klavier. Besonders die Musik von Johann Sebastian Bach faszinierte ihn. Als Autodidakt komponierte Feininger einige Fugen für Orgel bzw. Klavier.
In der nationalsozialistischen Zeit wurden die Meisterhäuser, und somit auch das Haus Feininger, baulich verändert und umgestaltet. So wurden beispielsweise Trennwände eingezogen. Auch im weiteren Verlauf wurde die Architektur des Hauses verändert, beispielsweise durch Ausmauerung von Treppenhaus- und Atelierfenstern und der damit verbundene Einbau von kleinen Holzfenstern oder durch die Veränderung in der Fensterordnung und –größe. Zur Zeiten der DDR war im Haus Feininger zunächst eine Arztpraxis und später eine Poliklinik untergebracht. 1992 wurde mit der Restaurierung des Hauses Feininger begonnen, die 1994 abgeschlossen werden konnte. Am 3. Dezember 1994 wurde das restaurierte Haus Feininger mit dem Kurt Weill Zentrum eröffnet. Während der Restaurierung baute man nicht nur die Veränderungen zurück und rekonstruierte die Stahlfenster, sondern man entdeckte auch Spuren für die ausgefallene Farbgebung der Innenräume von Lyonel Feininger. Das Farbkonzept wurde wiederhergestellt. Heute sind im Haus Feininger wie in den 1920er Jahren über 40 verschiedene Farbtöne zu bewundern.

Haus Moholy-Nagy

Der Maler, Fotograf, Typograf und Bühnenbildner László Moholy-Nagy wurde am 20. Juli 1895 in Bácsborsód, Ungarn geboren. Im Jahr 1919 übersiedelte er nach Wien, nur ein Jahr später nach Berlin. Im Jahr 1923 trat er am Bauhaus in Weimar die Nachfolge des Formmeisters der Metallwerkstatt und Leiters des Vorkurses, Johannes Itten, an. In den Jahren 1926-1928 unterrichtete der Künstler am Bauhaus Dessau. Lange Zeit arbeitete er als Assistent des Bauhausdirektors Walter Gropius und gab gemeinsam mit diesem seit 1924 die Bauhausbücher heraus. Nach seinem Weggang vom Bauhaus gründete er in Berlin ein eigenes Atelier. 1933 begann er mit der Werbeabteilung des Jenaer Glaswerks Schott & Gen zusammen zu arbeiten, für die er eine vollkommen neuartige Werbung für das von Wilhelm Wagenfeld gestaltete Hauswirtschaftsglas des Unternehmens schuf.
Aufgrund des ihm erteilten Berufsverbots emigrierte László Moholy-Nagy im Jahr 1934 zunächst nach Amsterdam, dann nach England und später in die USA. 1937 übernahm er die Leitung des von der Association of Arts and Industrie in Chicago gegründeten "New Bauhaus", das bereits 1938 wieder geschlossen wurde. Daraufhin eröffnete er in Chicago eine eigene Schule, das Institute of Design, das er bis zu seinem Tode leitete. Lászlo Moholy-Nagy starb am 24. November 1946 in Chicago.

Das Haus Moholy-Nagy wurde im Jahr 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört. Einzig die Kellerfundamente des Hauses blieben erhalten. Der Bauausschuss der Stadt Dessau-Roßlau vertraute im Jahr 2010 die Ergänzung des Meisterhausensembles dem Berliner Büro Bruno Fioretti Marquez an.

Ab dem 16. Mai 2014 können Sie außer dem Haus Feininger, den Meisterhäusern Schlemmer und Kandinsky/Klee und dem Bauhaus Dessau die neu eröffneten Häuser Moholy-Nagy sowie Gropius in direkter Nachbarschaft besuchen. Informationen erhalten Sie unter www.meisterhaeuser.de und www.bauhaus-dessau.de oder www.dessau-rosslau-tourismus.de.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Dessau und der Umgebung sind das Dessau Wörlitzer Gartenreich www.gartenreich.com, die Anhaltische Gemäldegalerie www.georgium.de und das Stadtmuseum Dessau www.stadtgeschichte.dessau-rosslau.de.

Doppelhaus Feininger/Moholy-Nagy

Das Kurt Weill Zentrum befindet sich in dem 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius erbauten "Meisterhaus Feininger", welches zum UNESCO Welterbe zählt; seit Mai 2014 erweitert die anschließende Haushälfte des "Meisterhaus Moholy-Nagy" zum Doppelhaus.










Öffnungszeiten
Oktober bis März
täglich
11 - 17 Uhr

April bis September
täglich
10 - 17 Uhr


Kontakt
Kurt Weill Zentrum
Ebertallee 63
D-06846 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 - 619595
Fax: 0340 - 611907

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