JACQUES BREL, KURT WEILL & EDITH PIAF

Was erwartet mich?

Das Eröffnungskonzert Jacques Brel, Kurt Weill & Edith Piaf wird im Rahmen des Kurt Weill Festes 2021 mit Katharine Mehrling und Klaus Hoffmann aus dem Bauhaus Dessau zu Ihnen am 26.02.2021 nach Hause gestreamt. Freuen Sie sich auf ein einzigartiges Konzerterlebnis vom heimischen Sofa!

PROGRAMM

Sie waren leuchtende Sterne am Himmel des Chansons: An Édith Piaf und Jacques Brel kommt niemand vorbei, der sich mit der Geschichte dieser spezifisch französischen Liedkunst beschäftigt oder die Atmosphäre der Nachkriegszeit und der Aufbrüche in den fünfziger und sechziger Jahren erspüren will. Noch vor dem Einbruch des Rock n‘ Roll und dem Verwischen der Grenzen zur Pop-Musik füllten Piaf und Brel die Pariser Theater und Cafés neben Größen wie Yves Montand, Tino Rossi, Georges Brassens oder der im September 2020 verstorbenen Juliette Gréco, die unter dem Einfluss von Jean-Paul Sartre einen intellektuellen und existenzialistischen Zug in die Entwicklung des Chansons einbrachte.

Édith Piaf wusste, wovon sie sang: Die Mutter war eine Kaffeehaus-Sängerin. Mit Fünfzehn verdiente Édith ihr Geld als Straßensängerin in einem Milieu, das von Gewalt und Alkohol geprägt war. Mit Sechzehn war sie schwanger. Krisen, Affären, Süchte und Krankheit sorgten auch in ihrem Ende der dreißiger Jahre in Schwung gekommenen Karriere immer wieder für Einbrüche. Piafs Geheimnis war ihre unvergleichliche Authentizität, die sich auch in ihrem wohl berühmtesten Chanson, dem trotzig-optimistischen Non, je ne regrette rien von 1960 widerspiegelt.

Auch für Jacques Brel darf wohl gelten, dass sich in seinen Chansons Lebensgefühl und tiefgehende Reflektion der menschlichen Existenz auf unvergleichliche Weise verbinden. Brel singt über das Traumland der Kindheit, den Tod und die unglückliche Liebe. Seine ausschließlich selbst geschriebenen Chansontexte stecken voll Anspielungen und Metaphern, können aber auch satirisch, bitter oder fatalistisch sein. Auf der Seite der Unterdrückten und Schwachen stehend, übt er heftige Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen, vor allem an deren Träger, der Bourgeoisie („Les bourgeois“).

Anlässlich des Eröffnungskonzertes haben sich zwei Interpreten zusammengefunden, denen das französische Chanson ans Herz gewachsen ist: Katharine Mehrling und Klaus Hoffmann

Wenn sie singen, verstehen beide die Seligkeit und die Tristesse, die Einsamkeit und die Liebe, die Wehmut und den innerlichen Herzensjubel in ihre Stimmen zu legen. Edith Piaf und Jacques Brel treffen sich – und dazwischen steht Kurt Weill, sein lapidarer Songstil, seine unverblümte Emotion, sein unverbrüchlicher Optimismus, aber auch der innere Schmerz, die Einsamkeit, die Bitternis über den ungerechten Lauf der Welt

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