Sinfoniekonzert

Foto: Marco Borgreve

Eine Veranstaltung des Anhaltische Theater Dessau

Was erwartet mich?

Erwin Schulhoff, Sohn einer großbürgerlichen deutsch-jüdischen Familie, erhielt auf Anraten Antonín Dvořáks schon mit 7 Jahren Klavierunterricht beim Direktor des Prager Konservatoriums. Mit 10 Jahren nahm er hier ein reguläres Studium auf. Später studierte der junge Mann in Wien, Leipzig und Köln. In Dresden kam er erstmals mit dem Jazz sowie anderen ästhetischen Strömungen in Berührung, die fortan sein künstlerisches Leben prägten. Ein Beispiel dafür ist seine 2. Sinfonie, die vom heiteren Neoklassizismus geprägt ist.

Der dritte Satz ist mit „Scherzo alla Jazz“ überschrieben und verwendet Altsaxophon und Banjo.

Jazz bestimmte das Leben des 2020 im Alter von 82 Jahren verstorbenen Nikolai Kapustin. Er stammte aus der Ukraine, studierte am Moskauer Konservatorium und machte sich in der Sowjetunion einen Namen als exzellenter Jazz-Pianist.

Kapustin selbst wollte nie Jazzmusiker sein und sah sich eher als Komponist. Was in Stücken wie seinem 4. Klavierkonzert (1989) wie eine hinreißend virtuose Improvisation klingt, ist in Wahrheit bis ins kleinste Detail aufgeschrieben. Hier gibt es keinen  „sinfonischer Jazz“, sondern eine höchst eigenständige Mischung aus Klassik und Jazz. 

Mit dem jungen Tausendsassa Frank Dupree, Artist-in-Residence beim Kurt Weill Fest 2021, sitzt ein Pianist am Flügel, der sich wie Kapustin gleichermaßen bei Jazz und Klassik zu Hause fühlt. 1893 schuf Antonín Dvořák während einer Amerika-Reise seine 9. Sinfonie. Das viersätzige Musikstück besticht durch eine geniale Synthese aus tschechischen sowie amerikanischen Elementen Er gab ihr den Beinamen „Aus der neuen Welt“ und meinte damit nichts anderes als „Eindrücke und Grüße aus der neuen Welt“, gerichtet an die Lieben daheim in Böhmen.

Dirigent Markus L. Frank

Erwin Schulhoff (1894-1942) 2.Sinfonie

Nikolai Kapustin (1937-2020) Klavierkonzert Nr. 4 op. 56

Antonín Dvořák (1841-1904) Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt“

FRANK DUPREE
blickt bereits auf eine vielfältige
Karriere als Pianist, Jazz-Musiker
und Dirigent.
Mit fünf erster Klavierunterricht bei
Sontraud Speidel und Schlagzeug-
Ausbildung.
Mit 14 Dirigieren bei Peter Eötvös.
2014 einziger Preisträger des
Deutschen Musikwettbewerbs.
2018 ausgezeichnet mit einem
Opus Klassik.

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