Im Himmel und auf Erden

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Im Himmel und auf Erden

Jüdische Musik in ihrer großen Vielfalt

Erleben Sie ein Konzert, das die mitreißende und berührende Vielseitigkeit jüdischer Vokalmusik zeigt – geistlich und weltlich. Im Zentrum des ersten Teils steht die Musik der Synagogen. Es erklingen Psalmen und Gebete aus Renaissance, Romantik und Moderne – beispielsweise von Salomone Rossi, Samuel Lampel oder Kurt Weill. Der zweite Konzertteil ist deutlich irdischer: mit kunstvollen Arrangements jiddischer Lieder, die in den vergangenen Jahren passgenau für den Leipziger Synagogalchor und seine Solisten geschrieben wurden. Dabei wird es ernst und heiter, melancholisch und ausgelassen, es geht um Liebe und um Wehmut, aber auch ums Feiern und einiges mehr…

Der Leipziger Synagogalchor ist das einzige deutsche Ensemble, das sich ausschließlich auf jüdische Chormusik in all ihrer Vielfalt spezialisiert hat. Er wurde 1962 von Ober¬kantor Werner Sander mit dem Ziel gegründet, die durch den Holocaust verstummte jüdische Musik wieder erklingen zu lassen. 1972 übernahm Helmut Klotz die künstlerische Leitung des nichtjüdischen Laienchores, seit 2012 hat Ludwig Böhme dieses Amt inne.

In seinem langjährigen Bestehen hat sich der Leipziger Synagogalchor im In- und Ausland zu einem hoch angesehenen Konzertchor entwickelt. Er widmet sich der Aufführung synagogaler Musik, insbesondere des aschkenasischen Raumes des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Auch Werke der Renaissance gehören zum umfangreichen Repertoire. Traditionelle jiddische und hebräische Lieder singt der Chor in eigens für ihn geschaffenen Bearbeitungen. Einige davon wurden auf der CD „Lidl fun goldenem Land“ (querstand 2016) veröffentlicht. Konzertreisen führten nach Polen, Tschechien, Spanien, Portugal, Schweden, Großbritannien, in die Ukraine, die USA, nach Brasilien, Südafrika und dreimal nach Israel.

Das Wirken des Chores in Konzerten und Projekten, bei Festivals, Kulturtagen und Gedenkveranstaltungen in Zusammenarbeit mit vielfältigen jüdischen und nichtjüdischen Partnern erfüllt die Aufgabe und das Anliegen, an das verdrängte musikalische jüdische Erbe zu erinnern und es aktiv zu pflegen.  2017 erhielt der Chor einen Ehrenpreis, den „Obermayer German Jewish History Award“.  Das Ensemble hat federführend dazu beigetragen, dass die „Revitalisierung synagogaler Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts Mittel- und Osteuropas“ 2020 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.

Der Chor ist Mitglied im Netzwerk „Tolerantes Sachsen“.

Leipziger Synagogalchor
Anja Pöche – Sopran
Assaf Levitin – Bariton
Ulrich Vogel – Orgel
Ludwig Böhme – Leitung
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