E.T.A. Hoffmann

Prof. Bruns und Studierende der HMT Leipzig

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Was erwartet mich?

Wer weiß, was geschehen wäre, hätten nicht die Flammen des Großbrandes vom Berliner Schauspielhaus am 29. Juli 1817 die Ausstattung der „Undine“ von Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann verzehrt. So war nach 14 Aufführungen die Erfolgsserie der Oper beendet. Und der Kammergerichtsrat Hoffmann, der sich aus Liebe zu Mozart „Amadeus“ nannte, versuchte bis zu seinem Tod vor 200 Jahren am 25. Juni 1822 vergeblich, in der Berliner Musikszene Fuß zu fassen. Dabei hatte sich das künstlerische Multitalent stets in erster Linie als Musiker verstanden und eine Reihe beachtlicher Kompositionen hinterlassen.

Sein literarisches Erbe jedoch inspiriert Komponisten bis heute. Hoffmanns literarische Meisterwerke gehörten zur Lieblingslektüre von Robert Schumann. Die „Kreisleriana“ nimmt direkten Bezug auf Hoffmanns erfundene Figur des Kapellmeisters Johannes Kreisler.  Johannes Brahms signierte seine frühen Werke mit „Kreisler jun.“. Richard Wagner vertiefte sich in Hoffmanns Fantasie-Kosmos und Jacques Offenbach setzte dem mit der Gesellschaft der Biedermänner fremdelnden Außenseiter mit „Hoffmanns Erzählungen“ ein bleibendes musikalisches Denkmal. Walter Braunfels schrieb seine in Vergessenheit geratene „Prinzessin Brambilla“ nach Motiven Hoffmanns. Und Werke wie „Der goldene Topf“ oder „Der Sandmann“ – jüngst vertont von Lorenzo Scartazzini – sind gerade heute auf den Bühnen präsent, wo das Unheimliche und Groteske als Reaktion auf die Erschütterung gesellschaftlicher Wertvorstellungen gesehen wird.

Peter Bruns, Professor für Cello an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater, wird beim Kurt Weill Fest mit Studenten seiner Klasse den Spuren Hoffmanns in Werken der Romantiker Robert Schumann und Franz Schubert, aber auch in Kompositionen von Engelbert Humperdinck bis Peter Tschaikowsky folgen.

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