Johanna Borchert und Peter Grunwald
Im Jahr 2025 erstmalig beim Kurt Weill Fest zu Gast, sorgten die musikalisch kreativen Vormittage für einen beschwingten Start in den Festivaltag. Wer zunächst noch zögerlich war, fand sich plötzlich in einer Gemeinschaft wieder, die ganz ohne Vorkenntnisse etwas Besonderes erschuf. Hören Sie doch selbst einmal rein in das musikalische Talent unserer TeilnehmerInnen 2025. Sie werden überrascht sein!
Maar ieder had zijn eigen stem. – Aber jeder hatte seine eigene Stimme.
(LIEDZEILE AUS „HILVERSUM III“ VON HERMAN VAN VEEN)
Gemäß dieser Liedzeile wollen Peter Grunwald und Johanna Borchert diese eigenen Stimmen und eigenen Herangehensweisen an Musik völlig unabhängig von Bewertung oder Vorerfahrungen hörbar machen und die Menschen dazu anhalten, sich Musik „zu trauen“.
Das funktioniert der Erfahrung nach erstaunlich gut, auch wenn es anfangs oft eine kleine Hemmschwelle gab. Es geht vor allem darum, ein Gefühl von Gemeinschaft durch die Musik und das gemeinsame Musizieren zu erzeugen. Dabei besteht keineswegs Leistungs- oder Ergebnisdruck, wie es im Musikunterricht oder in kommerzieller Hinsicht der Fall sein kann, sondern man musiziert um des Musizierens Willen, aus Freude an der Gemeinschaft. In einer Zeit, in der wir uns durch das zunehmend digitalisierte Leben eher voneinander isolieren, dient so die Musik als unverfängliche Möglichkeit, ganz ohne Druck in Resonanz mit anderen zu treten.
Bei Projekten wie Community Music oder auch den öffentlichen Drum Circles kommen so immer wieder Menschen zum Musizieren, die es sich im Vorhinein niemals zugetraut hätten.