Artist-in-Residence 2021 – Frank Dupree

Unser Artist-in-Residence 2021

Frank Dupree

Welcher Musiker trägt den Geist Kurt Weills noch heute weiter? Wer sind die Kurt Weill-Interpreten von morgen? Das sind die Fragen, die bei der Suche nach einem geeigneten Artist-in-Residence im Zentrum stehen. Gesucht ist also eine möglichst vielseitige Musikerpersönlichkeit der Gegenwart. Es freut uns sehr, dass wir mit Frank Dupree eine solche Persönlichkeit für das Kurt Weill Fest 2021 gewinnen konnten.

Der deutsche Pianist und Dirigent Frank Dupree – Gewinner des Opus Klassik Preises 2018 in der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres“ – sorgte international für Aufsehen, als er 2014 zum einzigen Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs gekürt wurde. Mit seiner musikalischen Reife, seiner ausgefeilten Technik und seiner Fähigkeit, dem Flügel ein breites Spektrum an Klangfarben zu entlocken, faszinierte er die Jury.

Zunächst wurde Dupree als Jazz-Schlagzeuger ausgebildet, um sich später voll und ganz dem klassischen Klavierrepertoire zuzuwenden. Seither widmet er sich mit großer Begeisterung auch der Musik des 20. Jahrhunderts sowie den Werken zeitgenössischer Komponisten. So verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Péter Eötvös und Wolfgang Rihm.

Neben seiner Betätigung als Pianist tritt Dupree auch immer wieder als Dirigent und Arrangeur in Erscheinung. Auch dem Jazz gehört seine Liebe: Mit neun Jahren schon hat er Swing gespielt, mit 14 begeisterten ihn die Rhapsody in Blue und die Songs von George Gershwin. Jazz gehört auch jetzt zu seiner musikalischen Welt. Sein Frank Dupree Trio debütierte im Herbst 2020 in der Hamburger Elbphilharmonie.

Jüngste und bevorstehende Highlights in Duprees Konzerttätigkeiten sind sein erfolgreiches Debüt mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Carlos Miguel Prieto, Wiedereinladungen in die Wigmore Hall London und das Konzerthaus Berlin sowie sein Debut als Pianist und Dirigent bei den Stuttgarter Philharmonikern, mit denen ihn seither eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindet. Auch mit Kurt-Weill-Legende HK Gruber verbindet ihn eine tiefe künstlerische Freundschaft.

In seinem Programm für das Kurt Weill Fest spürt er dem Begriff „Heimat“ nach: „Für mich ein wunderbares Thema“, sagt der im Südwesten Deutschlands verwurzelte Künstler. Die Spannung zwischen der deutschen Herkunft Weills und seiner neuen musikalischen Heimat in den USA reizt ihn besonders, weil sich auch in der Musik der Zeit die deutsche Tradition des Komponierens mit den Einflüssen des modernen Jazz verbinden.

 

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